Donnerstag, 24. Juli 2014

Tag 3: Coral Gables

Die Strände von Miami Beach sind weltbekannt. Millionen Menschen aus aller Welt pilgern hierher an die "gold coast", um die Sonne anzubeten, den weißen Sand durch die Finger rieseln zu lassen und im tiefblauen Atlantik zu baden. Und trotzdem haben wir uns entschlossen: Heute geht's ins Freibad!
"Schuld" ist unser fabelhafter Reiseführer aus dem Dorling-Kindersley-Verlag, der auf S. 83 schreibt: "Das wohl schönste Bad der Welt". Gemeint ist der Venetian Pool in Coral Gables, einer der reichsten Gemeinden der USA und Vorort von Miami. Sein frisches Quellwasser wird täglich komplett erneuert, und man kann hinter einen Wasserfall tauchen oder in finstere Grotten schwimmen. Wirklich ein schöner Tagesausflug, zumal die kleine Anlage nicht so überlaufen ist.



Eigentlich hatten wir einen Bootstour durch den größten Kreuzfahrthafen der Welt machen wollen, in dem riesige "Pötte" vor Anker liegen, die u.a. täglich Richtung Bahamas ablegen. Im Hafen von Miami werden jährlich fast vier Millionen Passagiere abgefertigt. Die Bootstour muss beeindruckend sein und führt auch an der Privatinsel Fisher Island vorbei, die von Normalsterblichen nicht betreten werden darf, da Madonna, Oprah Winfrey, Julia Roberts und andere Stars dort ihre Ruhe vor uns haben wollen. Vielleicht beim nächsten Mal! 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Tag 2 - der Nachmittag: South Beach

Da wir nicht (nur) zum Beachen nach Florida gekommen sind und außerdem nicht gleich am ersten Tag in der Sonne total verbrennen wollen, ist gegen Mittag erst mal Schluss mit Strandtag. Schöner Nebeneffekt unseres Upgrades im Hotel: bei drei Duschen in unserer Suite gibt es keine Wartezeiten im Bad... :-)
Wir cruisen gemächlich Richtung South Beach, das von den Einwohnern SoBe genannt wird, in Anlehnung an den New Yorker Stadtteil SoHo (= South of Houston Street). SoBe ist vor allem wegen seiner einzigartigen Architektur bekannt: Sein Art-déco-Bezirk ist mit ca. 800 zumeist liebevoll restaurierten Gebäuden in Pastellfarben die größte Ansammlung von Gebäuden dieser Art in der Welt. Entstanden in den 30er Jahren, rettete eine Bürgerinitiative das Viertel in den 70er Jahren vor dem Verfall. Entlang des Ocean Drive reihen sich die Art-déco-Häuser, die heute Hotels, Designer-Shops, Restaurants und Bars beherbergen, auf wie an einer Perlenkette. Oft sind Sonnen-Motive und Flamingos als dekorative Elemente zu sehen. Deshalb wird Miami's Ausprägung von Art déco auch "tropical déco" genannt. 




Jenseits des Ocean Drive führt eine kilometerlanger Promenade am Strand entlang. Insgesamt ist der Beach von Miami 16 Kilometer lang. Wegen der Küstenerosion muss der Sand ständig neu aufgeschüttet werden. 


Der Ocean Drive ist ein Cruising Strip ähnlich wie in Las Vegas. Zwischen Unmengen Touris cruisen dort Oldtimer und Luxus-Cabrios, und ganz offensichtlich geht es ums "Sehen und Gesehenwerden". Dirk interessiert sich v.a. für die Schauplätze seiner Lieblings-TV-Serie "Dexter", u.a. das Colony Hotel, wegen seine Neon-Reklame eines der bekanntesten Art-déco-Gebäude. Charlotte und ich spazieren den Ocean Drive entlang, allerdings nervt es, ständig angesprochen zu werden, ob man nicht im Restaurant Soundso besonders günstig essen wolle. 



Um einen besseren Überblick über und Ausblicke auf Miami zu bekommen, überlegen wir, morgen eine Bootstour durch den Hafen zu machen. Auch eine Stippvisite in den Vororten Coconut Grove und Coral Gables muss reizvoll sein. Und natürlich die Atmospähre von Little Havanna, um dem kubanischen Einfluss auf Miami nachzuspüren. Aber es ist Urlaub - wir lassen uns treiben. Herrlich!

Tag 2 - der Vormittag: "Chillaxen" am Strand von Surfside

Ein sehr ungewohnter Beginn unserer USA-Reise: Statt - wie in den letzten beiden Jahren - sofort mit Stadterkundung loszulegen, haben wir diesmal als erstes einen Strandtag eingelegt. Zumindest einen Strandvormittag. Wir starteten den Tag um kurz nach 7 im Ozean - für uns drei als notorische Frühaufsteher und zudem von der Zeitumstellung geplagt kein Problem! Im Gegenteil: Allein im Atlantik - das war schon großartig! Das Wasser ist sicher mindestens 27 Grad warm, der Strand unendlich lang in beide Richtungen, die Luft schon frühmorgens heiß und extrem feucht. 



Nach dem Frühstücks-Buffet erkundeten wir das Hotel, das eine Roof-Top-Bar und einen Roof-Top-Pool hat - beides leider ohne uns, da erst ab 21 zugelassen. Aber mit toller Aussicht, gemütlichen  Cabanas und schönen Lounge-Ecken - bestimmt sehr chillig!




Nach einem kurzen, aber heftigen Regenguss, wie er hier praktisch täglich vorkommt, verbrachten wir den Vormittag am Strand. Surfside Beach ist ein familienfreundlicher Strand, sehr flach ins Meer abfallend, supersauber und bewacht, nur ein paar Algen werden angeschwemmt. Der kleine Vorort  selbst liegt quasi an der Verlängerung des berühmten Ocean Drive, der von Miami South Beach aus Richtung Norden führt. Von hier sind es ca. 10 km bis in den historischen Art-Deko-Bezirk rund um den Ocean Drive in South Beach. Hier in Surfside gibt es ein schönes Projekt örtlicher Künstler: Sie haben aus Fiberglas bunte Turtles geschaffen, die in den Straßen ausgestellt sind - Kunst im öffentlichen Raum, um auf die Bedrohung der Meeresschildkröten durch die Menschen und die Umweltverschmutzung hinzuweisen. 


Die obligatorischen Strand-und-Meer-Fotos dürfen natürlich auch nicht fehlen:





Tag 1: Anreise

Es ist Mittwoch, 23. Juli, morgens um 5:40. Hallo Jetlag! In Deutschland ist es 11:40, und ich kann nicht mehr schlafen. Und schon gar nicht so wirklich glauben, dass wir in Miami Beach sind. Genauer gesagt im Stadtteil Surfside, südlich des berühmten Miami South Beach gelegen. Die Anreise war eigentlich recht entspannt - erst Frühstück gestern Morgen gegen 5 Uhr am FMO, dann Flug nach Frankfurt, von dort um 10:30 mit Lufthansa nach Miami. 


9'40 Stunden Flugzeit, dann kamen wir relativ schnell durch die Immigration und haben ohne Wartezeit unseren Mietwagen bei Alamo direkt am Flughafen abgeholt. Fahrt zum Hotel - um 17 Uhr Ortszeit erreichten wir nach insgesamt 18-stündiger Anreise unser Hotel. Beim Valet-Parking gratulierte uns der nette Boy, der unser Auto parkte, als erstes zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft, und wir freuten uns auf unser Zimmer und den ersten Gang zum Strand. Das Grand Beach Hotel Surfside liegt direkt am Strand, ist wunderschön und hat erst Anfang des Jahres eröffnet - und offenbar noch ein paar organisatorische Probleme. Unser gebuchtes Zimmer war nicht verfügbar - statt des geräumigen Zimmers mit Kingsizebett und Schlafsofa erhielten wir ein winziges Zweibettzimmer mit keiner Möglichkeit, dort zu dritt zu übernachten. Die nette Rezeptionistin war schier verzweifelt, weil das Hotel komplett ausgebucht ist. Wir warteten zwei Stunden in der Lobby - dann die erlösende Nachricht: Upgrade auf Hotelkosten, gratis-Frühstück für die kommenden drei Tage wegen der Unannehmlichkeiten - und dann der Wow-Effekt: Wir sind jetzt in einer Suite mit zwei Schlafzimmern, drei Kingsize-Betten, drei Badezimmern, drei riesigen Flatscreens, einem Balkon mit Meerblick und zwei großen Sitzecken untergebracht. :-) 
Dies ist der nächtliche Blick vom Balkon:


Hinter den Pools ist direkt der Strand, und wir werden noch vor dem Frühstück in den Ozean hüpfen. 


Den (kurzen) Abend verbrachten wir bei "Flanigan's" und den ersten amerikanischen Burgern, ehe wir schon um kurz nach 21 Uhr Ortszeit ziemlich kaputt in die Betten fielen. Es ist schon heute morgen sehr warm und vor allem extrem schwül. So ganz allmählich beginnt der Sonnenaufgang, und ich bin gespannt auf den ersten "richtigen" Tag in Florida! 


Sonntag, 22. Juni 2014

Vorfreude: noch 4 Wochen bis Florida!

Reisevorbereitungen am Wochenende sind doch immer wieder die halbe Urlaubserholung! Route planen, Insider-Infos sammeln, Buchungen checken, Reiseführer wälzen... Großartig! Da rückt der Urlaub doch gleich wieder ein Stückchen näher. 
Geplante Route: Miami Beach, Keys, Everglades, Golfküste, Freitzeitparks rund um Orlando, Atlantikküste. Wir freuen uns riesig drauf!